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Webseiten21. Oktober 20267 min Lesezeit

Website für Handwerksbetriebe: Was sie können muss

Anfragen, Einzugsgebiet, Referenzbilder, Bewertungen, Google-Profil, Azubis, Handy: was die Website eines Handwerksbetriebs leisten muss und was sie weglassen kann.

Stand: Oktober 2026. Google-Hilfe und Gesetzestexte am 21.10.2026 nachgelesen.

Unser Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Preise von SBS sind Nettopreise zzgl. 19 % USt.

Profilfoto von Sercan Bahceci, Gründer & Inhaber · IT-Projektmanager

Sercan Bahceci

Gründer & Inhaber · IT-Projektmanager

Eine Website für einen Handwerksbetrieb muss vor allem eines: Anfragen leicht machen. Wer einen Heizungsbauer, Elektriker oder Dachdecker sucht, will in wenigen Sekunden wissen, ob der Betrieb die Leistung anbietet, ob er in seinen Ort kommt und wie er ihn erreicht. Alles andere ist zweitrangig.

Daraus ergeben sich sieben Punkte, die wir bei jeder Handwerker-Seite durchgehen: Anfrage, Einzugsgebiet, Leistungen, Referenzbilder, Bewertungen, Google-Unternehmensprofil und Karriere. Dazu kommt die Darstellung auf dem Handy, die für alle sieben gilt.

Anfragen: Telefon und kurze Anfrage im ersten Bildschirm

Telefonnummer und ein Anfrage-Button gehören in den ersten sichtbaren Bereich, auf dem Handy wie am Rechner. Die Nummer sollte antippbar sein, damit der Anruf mit einem Tipp startet. Viele Kunden rufen lieber an, andere schreiben lieber abends eine Nachricht. Beides sollte ohne Suchen gehen.

Das Anfrageformular fragt nur ab, was Sie für einen Rückruf brauchen: Anliegen, Ort und Telefonnummer oder E-Mail. Jedes weitere Pflichtfeld ist ein Grund, abzubrechen. Details klären Sie im Gespräch.

Wie das aussehen kann, zeigt unser Beispielentwurf für einen Sanitär- und Heizungsbetrieb, ein fiktives Unternehmen: Telefon und Anfrage oben, danach Leistungen, Ablauf eines Auftrags und Einsatzgebiet.

Formular testen

Schicken Sie nach jeder Änderung an der Seite eine Testanfrage ab und prüfen Sie, ob sie ankommt. Ein Formular, das still nichts verschickt, fällt sonst erst auf, wenn die Anfragen ausbleiben.

Einzugsgebiet klar nennen

Ein Kunde aus dem Nachbarort fragt sich als Erstes, ob Sie überhaupt zu ihm kommen. Nennen Sie deshalb die Orte und Landkreise, in denen Sie arbeiten, mit Namen. Eine Karte allein reicht nicht, weil sie auf dem Handy oft nicht gelesen wird und für Suchmaschinen keine Ortsnamen enthält.

Wenn Sie für bestimmte Leistungen weiter fahren als für andere, schreiben Sie das dazu. Ehrliche Grenzen ersparen beiden Seiten Anfragen, die nicht passen.

Leistungen so beschreiben, wie Kunden suchen

Kunden suchen nach ihrem Problem, nicht nach Ihrer Gewerkebezeichnung: „Heizung tauschen“, „Bad barrierefrei umbauen“, „Wallbox installieren“. Beschreiben Sie jede wichtige Leistung in ein paar Sätzen mit diesen Begriffen: was Sie machen, für wen, wie ein Auftrag abläuft.

Hat ein Betrieb mehrere Schwerpunkte, bekommt jeder eine eigene Seite. Dann passt die Seite zur Suche, und Sie können sie gezielt verlinken, etwa aus dem Google-Profil oder einer Anzeige. Bei einem Schwerpunkt reicht ein Onepager mit klaren Abschnitten.

Den Ablauf eines Auftrags zeigen

Viele Kunden beauftragen einen Handwerker nur alle paar Jahre und wissen nicht, was nach der Anfrage passiert. Ein kurzer Abschnitt mit drei oder vier Schritten nimmt diese Unsicherheit: Anfrage, Rückruf oder Termin vor Ort, Angebot, Ausführung. Schreiben Sie dazu, was der Kunde vorbereiten kann, etwa Fotos der Anlage oder die Maße des Raums.

Wenn Sie feste Zeiten für Rückrufe haben oder in der Hauptsaison längere Vorlaufzeiten, sagen Sie das offen. Eine ehrliche Angabe wirkt besser als ein Versprechen, das an vollen Tagen nicht zu halten ist. Und sie spart Ihnen Nachfragen am Telefon.

Referenzbilder: eigene Fotos statt Stockbilder

Nichts überzeugt im Handwerk so wie die eigene Arbeit. Fotos von fertigen Bädern, Dächern oder Schaltschränken sagen mehr als jeder Text. Stockbilder wirken dagegen austauschbar, weil dieselben Bilder auf vielen anderen Seiten stehen.

  • Vorher und nachher: Zwei Bilder vom selben Blickwinkel zeigen den Unterschied ohne Erklärung.
  • Kurze Bildunterschrift: Was wurde gemacht, wo, in welchem Zeitraum, ohne Kundennamen.
  • Einwilligung: Fragen Sie den Kunden, bevor Sie Fotos aus seinem Haus zeigen. Personen, Hausnummern und Kennzeichen gehören nicht aufs Bild.
  • Handyfotos reichen, wenn das Licht stimmt und das Motiv aufgeräumt ist. Querformat bei Tageslicht ist meist die beste Wahl.

Bewertungen

Bewertungen helfen Kunden, einem Betrieb zu vertrauen, den sie noch nicht kennen. Sammeln Sie sie dort, wo sie gesehen werden, meist im Google-Unternehmensprofil, und verlinken Sie das Profil von Ihrer Website aus.

Bitten Sie zufriedene Kunden direkt nach dem Auftrag um eine Bewertung, am einfachsten mit einem Link per Nachricht. Beantworten Sie Bewertungen, auch die kritischen, sachlich und kurz. Zitate auf der eigenen Seite nur mit Zustimmung und so, wie sie geschrieben wurden.

Google-Unternehmensprofil

Das Unternehmensprofil bestimmt, wie Ihr Betrieb in Google Maps und der Google-Suche erscheint. Laut Google ist es kostenlos. Sie können Öffnungszeiten, Telefonnummer und Website angeben, Fotos hochladen und Rezensionen beantworten. Betriebe, die zum Kunden fahren, können statt einer Adresse oder zusätzlich ein Einzugsgebiet angeben (Stand Oktober 2026).

Website und Profil ergänzen sich: Das Profil bringt die Leute, die Website überzeugt sie. Achten Sie darauf, dass Name, Adresse und Telefonnummer auf beiden genau gleich geschrieben sind. Die Einrichtung oder Überarbeitung des Profils bieten wir als Zusatzleistung für 190 € netto an.

Karriere und Ausbildung

Für viele Betriebe ist die Website auch ein Weg zu neuen Mitarbeitern und Auszubildenden. Eine eigene Seite „Karriere“ oder „Ausbildung“ mit offenen Stellen, einem kurzen Bild vom Arbeitsalltag und einer Ansprechperson zeigt, dass Sie wirklich suchen.

Halten Sie die Bewerbung einfach: Name, Telefonnummer, gewünschte Stelle, optional ein Anhang. Viele Bewerberinnen und Bewerber schreiben vom Handy aus, ein ausführliches Anschreiben ist für eine erste Kontaktaufnahme nicht nötig. Wie eine Seite mit Karriere-Bereich aufgebaut sein kann, zeigt unsere Seite zu Webseiten für Steuerkanzleien; der Aufbau lässt sich auf Handwerksbetriebe übertragen.

Wichtig: Besetzte Stellen sofort entfernen. Eine Anzeige, die seit Monaten online ist, wirkt wie ein Betrieb, der niemanden findet.

Mobil zuerst

Wer einen Handwerker sucht, tut das oft unterwegs oder abends, also auf dem Handy. Prüfen Sie Ihre Seite deshalb zuerst dort: Ist die Telefonnummer ohne Scrollen sichtbar? Lassen sich Texte ohne Zoomen lesen? Lässt sich das Formular mit dem Daumen ausfüllen? Laden die Bilder auch bei schwachem Empfang zügig?

Große, unkomprimierte Fotos machen Seiten langsam. Sie sollten vor dem Hochladen verkleinert und komprimiert werden. Das betrifft gerade Handwerker-Seiten mit vielen Referenzbildern.

Pflichtangaben nicht vergessen

Jede geschäftliche Website braucht ein Impressum nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz und eine Datenschutzerklärung, die zu den eingesetzten Werkzeugen passt. Im Handwerk gehören ins Impressum je nach Betrieb auch Angaben zur zuständigen Kammer oder Aufsichtsbehörde.

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz nimmt Kleinstunternehmen mit Dienstleistungen aus, also Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme. Größere Betriebe, die über ihre Seite Verträge mit Verbrauchern anbahnen oder schließen, sollten prüfen lassen, ob sie erfasst sind. Dieser Artikel ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung.

Welche Seite für welchen Betrieb?

Für einen Betrieb mit einem klaren Schwerpunkt reicht oft ein Onepager für 1.090 € netto: Leistungen, Einzugsgebiet, Referenzen und Anfrage auf einer Seite. Mit mehreren Gewerken, einer Karriereseite oder vielen Referenzen passt eine Unternehmenswebsite mit bis zu 6 Seiten für 2.290 € netto. Monatsbetreuung ab 35 € ist Teil jedes Pakets. Die Seite und der Code gehören Ihnen.

Für Betriebe in Oberfranken arbeiten wir als Webagentur Bayreuth, für die Metropolregion als Webdesign in Nürnberg. Alle Pakete stehen unter Webseite erstellen lassen.

Häufige Fragen

Was muss auf die Website eines Handwerksbetriebs?

Telefonnummer und Anfrage gut sichtbar, die Leistungen mit den Begriffen, nach denen Kunden suchen, das Einzugsgebiet mit Ortsnamen, eigene Referenzfotos, ein Verweis auf Ihre Bewertungen sowie Impressum und Datenschutzerklärung.

Reicht ein Google-Unternehmensprofil ohne Website?

Für die Auffindbarkeit in Google Maps hilft das Profil schon allein. Eine Website zeigt aber mehr: Leistungen im Detail, Referenzen, Ablauf und Karriere. Beides zusammen wirkt am besten.

Brauche ich als Handwerker einen Onepager oder mehrere Seiten?

Bei einem klaren Schwerpunkt reicht oft ein Onepager. Mit mehreren Gewerken, einer Karriereseite oder vielen Referenzen sind eigene Seiten übersichtlicher und passen besser zu den Suchanfragen.

Darf ich Fotos von Kundenaufträgen zeigen?

Fragen Sie den Kunden vorher. Zeigen Sie keine Personen, Hausnummern oder Kennzeichen und nennen Sie keine Kundennamen ohne Zustimmung.

Profilfoto von Sercan Bahceci, Gründer & Inhaber · IT-Projektmanager

Sercan Bahceci

Gründer & Inhaber · IT-Projektmanager

Sercan Bahceci ist Gründer und Inhaber von SB Systems Solutions. IT-Projektmanager mit über fünf Jahren Erfahrung – berät Unternehmen in ganz Deutschland zu Webseiten, KI-Integration und IT-Strategie. Verbindet technische Tiefe mit pragmatischem Mittelstands-Verständnis.

SB Systems Solutions auf LinkedIn →

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